Privatpraxis für Internistische Diagnostik
Dr. med. Laszlo A. Poszler

Refluxkrankheit

Bei der sogenannten Refluxkrankheit handelt es sich um einen krankhaft gesteigerten Rückfluss von saurem Magensaft in die Speiseröhre aufgrund eines “undichten“ Mageneingangs, d.h. einer gestörten Funktion des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen. Da der Mageneingang von außen vom Zwerchfell umschlossen wird, spricht man im Volksmund auch von einem Zwerchfellbruch, obwohl tatsächlich kein Bruch vorliegt.

Typische Symptome sind, neben saurem Aufstoßen, Sodbrennen und Mundgeruch auch Völlegefühl nach dem Essen, Schmerzen beim Schlucken, ein Fremdkörpergefühl in der Speiseröhre sowie chronischer Reizhusten, ja gelegentlich sogar Asthma.

Begünstigt wird der Säurereflux durch verschiedene Nahrungs- und Genussmittel (s. unten), Medikamente, beengende Kleidung und eine Erhöhung des Druckes im Bauchraum, wie sie bei starkem Übergewicht und Schwangerschaft auftreten kann.

Die Folge dieses Säurereizes ist oftmals eine akute oder chronische Schädigung der empfindlichen Speiseröhrenschleimhaut mit mehr oder minder ausgeprägter Entzündung, bis hin zum Speiseröhrengeschwür. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Entzündungen kann sich, neben narbigen Verengungen, auch eine als Barrett-Schleimhaut bezeichnete Zellschicht in der unteren Speiseröhre entwickeln, die im Laufe von etwa 10 Jahren ein Entartungsrisiko zum Speiseröhrenkrebs von 0,5 – 1% in sich birgt. Deshalb ist es wichtig, bei entsprechenden Symptomen eine Speiseröhren-Magenspiegelung durchzuführen und Gewebsproben aus den verdächtigen Schleimhautarealen zu entnehmen. Sofern dabei eine Barrett – Veränderung nachgewiesen wird, sollten Kontrolluntersuchungen, je nach Ausprägungsgrad, in 1 – 3 jährigen Abständen erfolgen.

Eine Reflux bedingte Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) lässt sich durch zeitlich begrenzte Einnahme sogenannter Protonenpumpeninhibitoren (PPI), Medikamenten, die die Säureproduktion im Magen hemmen, heute hervorragend behandeln.

Bei chronisch wiederkehrenden Beschwerden sind diese Medikamente auch zur Dauerbehandlung geeignet und in der Regel gut verträglich, oft reicht auch eine sogenannte bedarfsgesteuerte Intervallbehandlung. Bei einer geringen Zahl der Betroffenen ist eine dauerhafte Beschwerdefreiheit durch PPI nicht zu erreichen. Für diese Patienten und solche, die nicht längerfristig Medikamente einnehmen möchten (insgesamt weniger als 10% aller Refluxpatienten), stehen heute auch minimal-invasive chirurgische und endoskopische Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, über die wir Sie auf Wunsch gerne detailliert beraten werden.

Was Sie selbst tun können:

  • Meiden Sie fette und scharf gewürzte Speisen, Süßwaren, Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee, Cola, Zitrusfrüchte und Tomatenprodukte
  • verzichten Sie auf das Rauchen und üppige Mahlzeiten besonders zu später Stunde
  • versuchen Sie eventuelles Übergewicht zu reduzieren
  • unternehmen Sie nach dem Essen lieber einen Verdauungsspaziergang, anstelle des Verdauungsschlafes
  • scheuen Sie sich nicht, umgehend mit Ihrem Arzt zu sprechen, wenn Sie Beschwerden haben!

Sofern Sie noch Fragen haben – wir beantworten sie gerne!

Ihr Dr. med. L. A. Poszler

und das Team der Praxis für internistische Diagnostik

Informationsblatt Refluxkrankheit

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Facharztzentrum Neu-Isenburg
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63263 Neu-Isenburg
Dr. med. L.A. Poszler
Facharzt für innere Medizin
Fellow in Gastroenterology (E.B.G.)
Koloproktologe, Hepatologe